Wie man erkennt, dass man keine Liebhaber mehr ist, sondern Mitbewohner

Quelle: Scarleteen
Wie man erkennt, dass man keine Liebhaber mehr ist, sondern Mitbewohner
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Stellen Sie sich vor: Sie sind seit einigen Jahren mit Ihrem Partner zusammen, und der Sex ist irgendwie verschwunden. Zuerst dachten Sie, es sei vorübergehend – Müdigkeit, Arbeit, Stress. Aber es vergeht ein Monat, zwei, ein halbes Jahr ... und Sie ertappen sich bei dem Gedanken, dass Sie sich nicht erinnern können, wann Sie das letzte Mal intim waren. Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann ist dieser Artikel für Sie.

Wenn die Beziehung nicht mehr sexuell ist

Es gibt kein universelles Anzeichen, das eindeutig sagt: Das ist das Ende. Aber es gibt einige alarmierende Signale. Zum Beispiel haben Sie oder Ihr Partner aufgehört, Initiative zu zeigen – oder einer will immer, und der andere lehnt immer ab. Oder Sex ist zu einem Thema geworden, das Sie beide vermeiden. Oder Sie fühlen sich eher wie Freunde oder Mitbewohner als wie Liebhaber. Wenn Sie kein Verlangen mehr von Ihrem Partner spüren (oder selbst keins haben), wenn Intimität nur aus Pflichtgefühl geschieht oder jemand nur an sein eigenes Vergnügen denkt – auch das sind Signale.

Aber der zuverlässigste Indikator ist Ihr eigenes Gefühl. Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Beziehung nicht mehr sexuell ist, dann ist es wahrscheinlich so.

Warum passiert das?

Beziehungen verändern sich – das ist normal. Manchmal hat der Sex nie richtig angefangen, weil die Partner unterschiedliche Vorstellungen davon hatten, was das ist, oder jemand nicht wagte, seine Wünsche zu äußern. Und manchmal erlischt die Leidenschaft, nachdem sie intensiv war. Die Gründe können unterschiedlich sein: ungelöste Konflikte, Verletzungen, Verlust der Anziehung, Gefühlsveränderungen. Oder banale digitale Überlastung: Studien zeigen, dass ständiges Verweilen am Telefon und in sozialen Netzwerken sowohl Erregung als auch Verlangen reduziert. Und viele sind es einfach nicht gewohnt, Zeit für Sex einzuplanen – auch das entfremdet.

Manchmal erlebt jemand Stress, Depression, Trauma oder medizinische Probleme – und das tötet die Libido. Oder die Partner erweisen sich als sexuell unvereinbar, und die Leidenschaft basierte anfangs auf Spannung statt auf Nähe.

Das kann jedem passieren

Es ist wichtig zu verstehen: Sexmangel ist nicht immer jemandes Schuld. Manchmal dachten beide Partner, sie wollten dasselbe, und stellten später fest, dass sie es nicht wollten. Oder die Gefühle haben sich bei beiden geändert. Oder es geschah ein Trauma, das beide betraf. Depression, Stress, Druck – all das kann jedem die Lust nehmen.

Und obwohl es scheinen mag, dass „einfach seine Meinung über Sex geändert zu haben“ eine Kleinigkeit ist, ist es in Wirklichkeit sehr schmerzhaft. Sexuelle Zurückweisung wird als schwer empfunden. Und wenn Sie derjenige sind, der nicht mehr will, kann es Ihnen auch schlecht gehen, weil Sie dem Partner wehtun. Wenn die Leidenschaft erlischt, wird das oft als Verlust wahrgenommen.

Was tun?

Erstens: Hören Sie auf, sich Vorwürfe zu machen. Sex ist in unserer Gesellschaft von so vielen Mythen und Erwartungen umgeben, dass man sich leicht als Versager fühlt. Aber was in einer Beziehung passiert ist, bedeutet nicht, dass es in allen so sein wird.

Zweitens: Sprechen Sie. Ehrlich, ohne Vorwürfe. Versuchen Sie zu verstehen, was sich geändert hat und was Sie beide wollen. Vielleicht müssen Sie sich an einen Spezialisten wenden – einen Sexualtherapeuten oder Psychotherapeuten. Wenn die Ursache Stress oder Depression ist, hilft die Arbeit mit einem Psychologen. Bei medizinischen Problemen – zum Arzt.

Drittens: Denken Sie daran: Wenn Sie das Gefühl haben, dass die Beziehung nicht mehr sexuell ist, ist das bereits ausreichend Anlass für ein Gespräch. Ignorieren Sie Ihre Empfindungen nicht. Und haben Sie keine Angst, Hilfe zu suchen.

Der Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.

Originalbeitrag: When is a Sexual Relationship...Not a Sexual Relationship Anymore? — Scarleteen